Abholzigkeit

Was versteht man unter der Abholzigkeit?

Unter der Abholzigkeit, oder auch konischen Verjüngung eines Baumes, versteht man die Abnahme des Durchmessers eines Stammes in Richtung Baumkrone. Dieser Fehler im Wuchs eines Baumes tritt häufig bei Randbäumen auf. Wenn ein Baum abholzig ist, sich also zu stark verjüngt, darf dieser nicht mehr für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Somit beeinflusst die Abholzigkeit eines Baumes auch die Stammholzgüteklasse, nach der entschieden wird, inwiefern das Holz des Baumes weiter verarbeitet werden kann. In der Stammholzgüteklasse A darf bei Nadelholz die Abnahme des Durchmessers eines Stammes, auf einem Meter Stammlänge, nicht mehr als 1 cm betragen. Bei Laubholz sind es bis zu 2 cm. Treten größere Abweichungen auf, so redet man von einer Abholzigkeit. Diese hat zur Folge, dass bei der Verarbeitung mehr Holzabfall oder Restholz entsteht. Außerdem führt es dazu, dass das weiterverarbeitete Holz in Balken, Brettern oder Kanthölzern eine verringerte Biegefestigkeit aufweist, da die Fasern vermehrt schräg angeschnitten werden.

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