Stauseeholz - was ist das?

Stauseeholz – was ist das?

Der Begriff des Stauseeholzes bezeichnet das Holz eines Waldes, der durch die Entstehung eines Stausees überflutet wurde. Ein Wald unter Wasser. Dessen Bäume sind zwar nicht mehr lebendig, durch das Süßwasser jedoch gut konserviert. So sind sie, trotz des besonderen Umstandes, als Nutzholz verwendbar und können mit speziellen Sägen abgeholzt werden. Das „Ernten“ dieser wertvollen und qualitativ hochwertigen Hölzer birgt für die Taucher allerdings einige Gefahren. In 35 m Tiefe herrscht Dunkelheit und sogar Piranhas treiben dort unten ihr Unwesen. Für diese Arbeit ist viel Erfahrung, Geschick und Glück erforderlich.

Im Allgemeinen wird das Nutzholz im internationalen Holzhandel als „Stauseeholz“ bezeichnet und fasst viele meist tropische Holzarten zusammen.

Das „Brokopondo“ Meer

Eine sehr bekannte Quelle des Stauseeholzes ist das „Brokopondo“ Meer in Surinam im Nordosten Südamerikas. Dieser Stausee entstand zwischen 1960 und 1964 und überschwemmte Teile des Amazonas-Urwaldes. Über 10 Mio Kubikmeter Holz befinden sich dort. Stauseeholz ist aufgrund der Konservierung durch das Süßwasser im späteren Gebrauch sehr resistent gegen Fäulnis. Witterungen können diesem Holz nichts mehr anhaben. Wahre Schätze also, die sich im „Brokopondo“ Meer ansammeln. Sowohl in technischer als auch optischer Hinsicht.

brokopondo meer
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