Schälfurnier

Was versteht man unter einem Schälfurnier?

Als Furniere bezeichnet man dünne Holzblätter, die von einem Stamm oder Stammteil abgezogen werden. Diese Blätter unterschiedlichster Formen und Maserungen können durch verschiedene Säge- und Schneideverfahren entstehen. Man unterscheidet zwischen drei Herstellungsarten: Messer-, Schäl- und Sägefurnieren. Die Schälfurniere beanspruchen den geringsten Zeitaufwand und produzieren dennoch  die höchste Anzahl an Holzblättern im Vergleich zu den Messer- und Sägefurnieren.

Herstellung von Schälfurnier

Das Rundschälen, das exzentrische Schälen und das Radialschälen sind die drei Schälweisen, die zur Herstellung angewandt werden können.   Beim Rundschälen verläuft der Schnitt mit den Jahresringen. Ein endloses Furnierband und eine unregelmäßige, wilde Maserung entstehen. Das exzentrische Schälen ergibt eine gefladerte, gestreifte Maserung. Der Stamm muss beim Schälen nicht ganz sein. Beim Radialschälen entstehen runde Furnierblätter mit besonderer Zeichnung und Loch in der Mitte. Diese Schälweise funktioniert wie Bleistiftspitzen. Doch wofür wird Schälfurnierholz verwendet? Oftmals wird es für furniertes Parkett genutzt, indem die Holzblätter mit einer Trägerplatte verklebt werden. Dieses ist im Gegensatz zu massivem Parkett eine deutlich preisgünstigere Alternative. Doch es kommt nicht nur als Deckfurniere wie bei Parkett, sondern auch als Unter- oder Absperrfurniere, zum Einsatz.

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